Neue Chancen für Konfirmanden

Konfirmandenunterricht soll noch stärker von den Bedürfnissen der Jugendlichen her konzipiert werden - Teil der Umsetzung der PuK-Schwerpunktthemen

Die Konfirmandenarbeit in der bayerischen Landeskirche soll künftig noch deutlicher aus der Perspektive der Jugendlichen konzipiert werden und spürbar besser mit der Jugendarbeit verknüpft werden. Das hat der Landeskirchenrat in seiner Dezembersitzung beschlossen. Dazu soll ab September 2020 eine neue Fachstelle für Konfiarbeit eingerichtet werden.

Zur Fachstelle soll auch die bestehende 0,5 Stelle für Konfiarbeit im CVJM gehören, die künftig finanziell von der Landeskirche bezuschusst werden wird. Alle drei Referent*innen treten nach außen als eine Fachstelle auf. Die Fachstelle soll konzeptionelle Beratung und Unterstützung vor Ort anbieten und „dazu vor allem in den

Gemeinden und Dekanatsbezirken unterwegs sein“, so Kirchenrätin Andrea Heussner, die das gemeinsame Projekt der Fachabteilungen C (Ökumene und Kirchliches Leben) und D (Diakonie und Gesellschaftsbezogene Dienste) im Landeskirchenrat vorstellte. Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt „prime time Konfirmation“ in diesem Jahr habe gezeigt, wie wichtig es sei, so Heussner, die Übergänge von der kirchlichen Arbeit mit Kindern zur Konfi-arbeit und dann zur Jugendarbeit so zu gestalten, dass „möglichst alle Jugendlichen dabei bleiben“. Erprobt werden sollte auch eine zusätzliche „Konfi 3“-Phase in der Grundschule, um die häufig geschwundene religiöse Sozialisation im Elternhaus zu ergänzen.

Um diese Ziele zu erreichen, müsse geprüft werden, ob die bisherigen Strukturen dieser kirchlichen Arbeitsfelder noch angemessen sind, betonte Oberkirchenrat Stefan Blumtritt, seit 1.Dezember Leiter der Fachabteilung D: „Aus dem Reformprozess Profil und Konzentration haben wir gelernt, dass wir bei den Bedürfnissen und Fragen der jungen Menschen ansetzen müssen und unsere kirchlichen Arbeitsstrukturen entsprechend verändern müssen“. Die Zusammenarbeit der beiden Fachabteilungen sei ein erster Schritt auf diesem Weg. Für den Leiter der Fachabteilung C, Oberkirchenrat Michael Martin ist klar: „Mit der Neukonzeption der Konfirmandenarbeit packen wir das PuK-Schwerpunktthema „Weitergabe des Glaubens an die junge Generation“ schon mal an einer Stelle mit viel Energie an.“ Die zusätzlich erforderliche Stelle im Amt für Jugendarbeit werde aus Finanzmitteln der Fachabteilung C finanziert. Martin: „Wir reden nicht nur, wir investieren auch“.


München, 13. Dezember 2019
Johannes Minkus, Pressesprecher